| Höchster Kreisblatt |
|
Sänger glänzten beim Konzert Über ein gelungenes Konzert konnten sich die Solisten und Veranstalter am sonnigen Sonntag-Spätnachmittag freuen. Das überdachte Atrium des Rat- und Bürgerhauses Kriftel war mit fast 100 Zuhörer trotz hochsommerlicher Temperaturen sehr gut besucht. Besonders Sopranistin Katja Bördner gelang es fast schwerelos und zuweilen mit charmantem Augenzwinkern, Text und Inhalt der von ihr gesungenen Stücke «über die Rampe» zu bringen. Alexandra Gießler glänzte mit Strahlkraft und schauspielerischer Freude unter anderem als Hänsel in dem berühmten Duett «Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh». Fred Hoffmann hatte sich drei Lieder aus Schuberts «Die schöne Müllerin» zum Programmeinstieg gewählt. Nach dem ausgelassenen Humperdinck bot er fast eine 180 Grad Drehung, die der Tenor jedoch souverän und mit angemessener Zurückhaltung meisterte. Tom Frinta setzte mit der Arie «Ist nicht des Herrn Wort wie ein Feuer» aus Mendelssohn Bartholdys "Elias" abermals einen Kontrapunkt zu den vorangegangenen Stücken und bereicherte so das sicht- und hörbare Lied-Spektrum der «Isis Concert Group». Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die ausgezeichneten musikalischen Darbietungen der vier Klavierbegleiter dieses Abends. Oft kaum beachtet, leisten doch gerade die begleitenden Pianisten wie Seung-Jo Cha, Katrin Sofia Heyland, Miki Tanabe und Jürgen Schmidt Schwerarbeit an den schwarz-weißen Tasten. Sie hatten sich den Applaus an diesem Abend redlich verdient. Die «Isis Concert Group» zeigte sich zum Abschluss des Konzertes noch einmal deutlich in den Ausschnitten aus den Brahms’schen Liebesliedern op. 52. Fast selbstredend: Ohne Zugabe durften die Künstler darum auch nicht von der Bühne. |